Ich glaube die riechen das!

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Ich glaube die riechen das!

Wir kennen alle Geschichten von Engeln, Geistern, Monstern oder anderen übernatürlichen Wesen. Und da draußen gibt es unzählig viele Menschen, die der Meinung sind mit diesen Erscheinungen schon einmal Kontakt gehabt zu haben. Entweder ganz spontan und unwillkürlich oder ganz bewusst und gewollt.

Ob die Tatsache des übernatürlichen Kontaktes wirklich stimmt, sei erstmal dahin gestellt. Ich persönlich schließe es nicht kategorisch aus, bin aber auch nicht wirklich überzeugt davon.

Anders sieht es mit den alltäglichen Dingen und Phänomenen aus. Ich denke,dass es durchaus möglich ist, in bestimmten Situationen Schwingungen oder Gegebenheiten wahrzunehmen, die mit unseren normalen fünf Sinnen so nicht aufnehmbar sind. Es kennt bestimmt jeder diese Momente, in denen man ein komisches Gefühl oder eine gewisse “Vorahnung” entwickeln kann, die sich im nachhinein bewahrheitet. Oder die Situation, dass man an einen bestimmten Menschen denkt, der kurz darauf um die Ecke kommt oder eine SMS schreibt. Alles Quatsch und reiner Zufall? Kann sein! Trotzdem kommen solche Zufälle sehr oft vor, oder?

Meister solcher Vorahnungen ist eine bestimmte Gruppe von Menschen. Personalleiter oder Führungskräfte einer Firma!

Vielleicht kennt der ein oder andere da draußen ja ähnliche Situationen. Man ist genervt von seinem Job. Kollegen sind undankbar, unfreundlich oder einfach nur nervig. Die Aufgaben im Job eintönig, langweilig und oft alles andere als schön und der unfreundliche Chef scheint die Spitze des Eisbergs darzustellen. Man macht weiter und hält durch. Schleppt sich tagtäglich an den Ort zurück, der einen innerlich runter zieht und unglücklich macht. Ignoriert den Wunsch wegzulaufen oder gar nicht erst hinzugehen, denn es existiert eine Verpflichtung die man unterschrieben hat und an die man sich zwangsläufig halten muss. Mehrere Tage, mehrere Wochen oder vielleicht sogar mehrere Monate hinweg.Bis zum dem Punkt, an dem  dann alles reicht.

An diesem Punkt angelangt steht man morgens auf und ist fest entschlossen zu kündigen! Man sucht effektiv nach anderen Arbeitsplätzen, formuliert das Kündigungsschreiben im Kopf bereits aus und legt sich passende Sätze zurecht um den Abgang zu erklären. Fest entschlossen dem Betrieb den Rücken zu kehren kommt man auf Arbeit und …

… alles ist auf einmal gar nicht mehr so schlecht wie man immer dachte! Die Kollegen sind auf einmal freundlich und hilfsbereit, der Chef ringt sich seit Wochen ein Lob für die geleistete Arbeit ab und selbst die Aufgaben sind auf einmal ganz anders und das Gegenteil der vergangenen Wochen.

In der Situation kommt dann der große Gedanke, dass man doch jetzt nicht so einfach kündigen kann. Alle Menschen um einen herum scheinen wie ausgewechselt zu sein und der Gedanke an Kündigung erweckt ein leichtes aber schlechtes Gewissen. Denn irgendwie sind hier ja doch alle ganz in Ordnung und so schlimm ist die Arbeit ja doch nicht. Jetzt zu kündigen wäre nicht fair.

Ich glaube manchmal, dass geschieht alles mit purer Absicht. Sobald man den Entschluss gepackt hat, sich eine neue Arbeitsstelle zu suchen, klingelt irgendwo bei irgendjemand in der Firmenzentrale ein Alarm oder es leuchtet eine Warnlampe auf, auf der “Achtung Kündigung” steht. Und ab dem Moment an sind alle so lange nett, bis man sein Vorhaben verworfen hat. Wie sonst kann es sein, dass der Job wochenlang nervt und einen innerlich bedrückt und sich dann ganz plötzlich von seiner besten Seite zeigt?

Riechen die das, dass man keine Lust mehr hat?

Vielleicht ist es auch nur der Selbstzweifel der da in einem versucht seine Meinung loszuwerden. Das Unterbewusstsein, was sagen will, dass man sich die negativen Seiten im Job nur einbildet. Vielleicht aber auch die Angst vor dem eventuellen Neuen und die Bequemlichkeit die zusammen versuchen den Entschluss wieder rückgängig zu machen um das gewohnte Umfeld beibehalten zu können.

Ganz egal ob es nun ein übernatürliches Alarmsignal im Personalbüro oder das Unterbewusstsein ist, ein Gefühl, was wochenlang existiert irrt sich in den wenigstens Fällen. Und nur weil es im letzten Moment zum Zweifel kommt, bedeutet das nicht, dass die Entscheidung deshalb falsch ist.

Natürlich fallen große Entscheidungen manchmal ziemlich schwer. Vor allem,wenn sie nur in wenigen Fällen rückgängig zu machen sind. Aber genau diese Entscheidungen bringen uns im Leben schließlich weiter. Auch wenn sie Angst machen können. Jede Entscheidung ist ein bewusster Entschluss der gut überlegt sein sollte.

Und einmal getroffen, dürfte sich an dieser Entscheidung auch nichts mehr ändern lassen. Denn sonst wäre sie nicht gut durchdacht gewesen.

Außerdem gibt es keine falschen Entscheidungen oder Fehler. Nur Lektionen die in dem Fall gelernt werden und bei der nächsten Entscheidung helfen.

🙂

Steve

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