Beziehung mit einem NarzisstenBlog

Der Brief an mich selbst

Wenn Die Möglichkeit bestehen würde, mir einen eigenen Brief an mein vergangenes Ich zu schicken, würde dieser in etwa so aussehen:

Liebes ICH,

ich hätte Dir diesen Brief bereits viel früher schreiben sollen. Wenn ich mich eher bei Dir gemeldet hätte, dann hätte ich verhindern können, dass Du all die Jahre so viel Leid, Schmerz, Trauer und Selbstzweifel erleben musstest. Du warst verliebt und hast nicht auf Dein Bauchgefühl gehört! Du hast versuch alles auszublenden und zu unterdrücken. Doch nun stehe ich hier und versuche, über das Erlebte hinwegzukommen und die Augen zu öffnen!


2016 dachtest Du, Du bist mit einer unglaublichen Person zusammen! Einem Menschen, den alle anhimmeln. Ein Mensch, der laut Aussagen seiner Freunde eigentlich überhaupt nicht zähmbar ist und sich wie ein junger, wilder Hengst nicht binden kann. Eine Person, die unzählig viele Freunde hat und ihr eigenes Leben mit Partys und anderen Menschen verbringt. Und trotzdem hast Du es geschafft genau diesen Mensch an Dich zu binden!

Er hat sich auf Dich eingelassen und das war ein riesiger Adrenalin-Kick! Die Beziehung fing an und er hat sich für diese Beziehung und für Dich völlig geöffnet. Und du hattest das Gefühl als wäre es eine ständige Achterbahnfahrt und als wird es nie langweilig werden. Du dachtest es wäre die beste Beziehung, die du jemals hattest. Du dachtest ihr fühlt euch wie verschmolzen und als hättest Du Deinen Seelenpartner gefunden. Alles war so unglaublich schön. Du hast Dich wie in Ekstase gefühlt und als wärt ihr Eins. Du hattest das Gefühl Euch gegenseitig zu spüren und komplett zu kennen und trotzdem immer wieder neu zu entdecken. Du hattest das Gefühl als sei er nicht real gewesen. Wie ein Traum, dass ausgerechnet dieser Kerl sein Leben mit Dir teilen wollte!

Doch dann, je weiter die Beziehung voranschritt, desto mehr hast Du gemerkt, dass es irgendwie gar nicht mehr so um Dich ging. In Gesprächen, die Du führen wolltest (in denen Du vielleicht mal sagtest, dass du schwach bist oder es Dir gerade einfach mal nicht so gut ging) hast Du gemerkt, dass er plötzlich immer Geschichten ausgegraben hat, in denen es ihm noch schlechter geht oder er sagte, dass er etwas noch Schlimmeres erlebt hat als Du. Sodass er jedes Mal immer wieder im Mittelpunkt stand. Wenn Du ihm erzählt hast, dass Deine Mutter ein Problem hat, kam von ihm die Aussage, dass seine eigene ja Mutter psychisch krank ist und das viel schlimmer ist. Wenn Du ihm erzählt hast, dass Du als Kind nie einen Hund hattest, erzählte er Dir, dass er als Kind schlecht behandelt wurde und das ja schlimmer ist. Wenn Du ihm erzählt hast, dass Du eine Großeltern vermisst, erzählte er Dir, dass sein Großvater bereits tot ist, was ja viel schlimmer ist!
Egal welcher Punkt Dich in Deinem Leben beschäftigte, traurig machte oder Du einfach nur darüber reden wolltest, kramte er seine eigenen Geschichten aus und erzählte Dir, dass es ihn viel schlimmer trifft!
Und irgendwann hast Du aufgehört mit ihm Gespräche führen zu wollen. Weil Du ihn zwar geliebt hast, aber nicht schon wieder nur über ihn reden wolltest. Doch dann kam irgendwann der Punkt, an dem er Dir Vorwürfe machte, weil Du ihn Dinge oder Erlebnisse aus Deinem Leben nicht mehr in der Intensität erzählt hast, wie Du es anderen Menschen erzählen konntest. Er warf Dir vor, er sei Dir nicht wichtig genug. Er behauptete, andere Menschen würden mehr aus Deinem Leben kennen als er! Deshalb habt ihr Euch oft gestritten oder Du musstest Dir Vorwürfe und Beleidigungen anhören! Und so fingst Du an, Dich zurückzuziehen und niemandem mehr etwas aus Deinem Leben zu erzählen. Deine Freunde oder Familie bekamen kaum noch Informationen aus Deinem Leben. Und wenn, dann nur das, was Du ihm vorher erzählt hast, um ihm nicht das Gefühl zu geben, er würde hintenanstehen!

Als Du ihm ausnahmsweise etwas aus Deinem Leben erzählt hast, nämlich dass Du einen neuen Job in Aussicht hast und diesen gern annehmen würdest, hat er Dir trotzdem nicht zugehört! Er hörte Dich überhaupt nicht, weil er selbst ganz andere und wichtigere Sorgen hatte. Sorgen, die letztendlich wieder viel schlimmer waren als Deine. Er interessierte sich nicht für Deine berufliche Perspektive, denn er wollte sich auf das konzentrieren, was in seinem Job los ist. Und er machte Dir Vorwürfe. Weil letztendlich hast Du ihm doch versprochen, dass du für ihn da bist! Du hast ihm doch versprochen, dass Du ihn dabei unterstützt!
Dass er Dir aber immer wieder sagte, dass Du nicht arbeiten gehst und ihr dadurch nicht genügend Geld für eine große Wohnung, neue Möbel oder lange Urlaube hattet, vergaß er dabei zu erwähnen! Und auch, dass Du diesen neuen Job annehmen wolltest, um ihn glücklich zu machen und finanziell zu unterstützen!
Doch dann stand die Frage im Raum, wie es sein konnte, dass Du jetzt auf einmal an Deine Bedürfnisse denkst! Dir ging es doch gut! Du hattest doch eine Aufgabe! Du hattest studiert und hattest das letzte Semester bereits in greifbarer Nähe!  Und auch wenn Du durch das Studium kaum Geld hattest, hat er doch genügend Geld verdient. Und das war doch in Ordnung! Du musstest doch gar nicht arbeiten gehen. Wie kamst Du plötzlich dazu diese wertvolle Zeit, die ihr eigentlich gemeinsam genießen könntet, plötzlich in Dein eigenes Ding zu investieren!? Auch wenn er Dir immer wieder vorgehalten hat, dass Du als Student nichts Sinnvolles oder brauchbares machst, zu viel Freizeit und zu wenig Geld hast! Trotzdem hättet ihr doch viel lieber die Zeit gemeinsam verbringen können! Die viele sinnlose Freizeit, die Du neben dem Studium hattest, hättest Du doch dafür nutzen können, ihm zu helfen! Wieso warst Du denn so egoistisch und hast letztendlich angefangen, nur an Dich zu denken und Dir einen Job zu suchen?

Schlagartig hast Du aufgehört, Dich über den eventuellen neuen Job zu freuen. Stattdessen hast Du angefangen Dir selbst Vorwürfe zu machen! Du fingst tatsächlich an zu überlegen, wie Du in so einer Situation so egoistisch sein kannst, dass Du plötzlich an Dich denkst und Dir einen neuen Job suchst!?Dann hast Du angefangen zu glauben, dass er irgendwo doch Recht hatte! Du dachtest, dass es stimmt und Du wirklich schon ziemlich egoistisch warst. Wieso solltest Du eine Aufgabe annehmen, um Geld zu verdienen, wenn er eigentlich der Hauptverdiener ist? Wieso solltest Du auch auf Arbeit gehen und andere Menschen kennen lernen? Du brauchst keine anderen Menschen kennen lernen! Du hast DEN EINEN Mensch bereits bei Dir zuhause. Oder vielmehr darfst Du bei ihm zuhause sein. Nicht umgekehrt.

Und dafür hättest Du ihn loben sollen! Du dachtest, es wäre verdammt wichtig ihn immer und immer wieder daran zu erinnern, was für ein toller Mensch er ist! Vor allem wegen Kleinigkeiten hättest Du ihn loben müssen! Wenn er den Müll raus gebracht hat oder Wäsche gewaschen hat! Ganz egal welche Kleinigkeit er gemacht hatte, war es wichtig, dass Du ihm das mindestens fünf Mal gesagt hast. Oder besser noch zehn Mal! Genau! Du hättest ihm zehn Mal hoch und heilig schwören müssen, was für ein toller Mensch er doch ist, weil er den Müll runterbrachte oder die Wäsche gewaschen hat! Weil normalerweise war das ja unter seiner Würde! Er war ja derjenige, der in einer 30h-Woche tagtäglich auf Arbeit so viel um die Ohren hatte, dass er sich um wichtigere Dinge zu kümmern hatte als den Haushalt! Dass Du mit 40 Stunden in der Uni, zusätzlichen Hausaufgaben und Referaten, zwei Nebenjobs und einem Praktikum in der Regel nur vier Stunden am Tag schlafen konntest, daran warst Du ja selbst Schuld!  Dich hatte doch keiner gezwungen ein Studium anzufangen. Außerdem, haben Studenten eh immer massig Freizeit und liegen immer nur auf der faulen Haut rum! Da hättest Du froh sein sollen, dass er sich dazu herabgelassen hat, neben seiner Teilzeitstelle noch den Müll runter zu bringen. Und sowieso, wenn Du etwas getan hast, dann hast Du es falsch gemacht. Das Geschirr war schmutzig, wenn Du den Geschirrspüler eingeräumt hast. Die Wäsche war nicht gut genug gebügelt oder der Boden war nicht einwandfrei sauber, wenn Du gesaugt oder gewischt hattest. Deshalb machte er es lieber selbst, denn Du warst ja nicht gut genug! Und dafür musstest Du ihn auch regelmäßig und intensiv loben! Sonst bist Du Gefahr gelaufen, am nächsten Streit Schuld zu haben! Du hast intensiv und vor allem kontinuierlich versucht jeden Streit zu umgehen. Du hast Dich streckenweise gefühlt, als wanderst Du auf einem Minenfeld umher. Mit der ständigen Angst bei jedem kleinen Schritt, jeder falschen Bewegung oder unbedachten Sätzen und Formulierungen die nächste Bombe zum Platzen zu bringen. Du hast Dich, Deine Art zu sprechen und Dein Verhalten komplett danach ausgerichtet um das zu tun, was er möchte! Um nicht wieder die geballte Ladung Hass von ihm spüren zu müssen! Nicht wieder beleidigt oder angeschrien zu werden. Nicht wieder ignoriert oder verletzt zu werden.

Naja, und durch diese ganze Arbeit, die Du damit dann auch hattest (mit ihm und mit all dem was Du ihm versprochen hast), hast Du irgendwie auch gar keine Zeit mehr für Deine Freunde und Familie gehabt. Du hattest irgendwie auch keine Zeit mehr, um Deine Mutter oder Deine Schwester zu besuchen. Wenn überhaupt, dann war es nur ein kurzes Telefonat. Selbstverständlich haben alle Menschen um Dich herum auch gesagt, dass sie merken, dass der Kontakt zu ihnen immer weniger wurde und nachgefragt, ob mit Dir alles in Ordnung ist. Doch Du hattest gar keine richtige Lust Dich zu erklären. Du warst verliebt und mit dem besten Menschen zusammen, den Du Dir vorstellen konntest. Und diesen Mann konntest Du nicht bei Deinen Freunden oder Deiner Familie dafür verantwortlich machen, dass Du keine Zeit mehr für sie hattest. Du musstest Dich lieber um ihn kümmern! Dafür sorgen, dass es ihm gut geht! Und deshalb hattest Du schließlich auch gar keine Zeit, Dich mit anderen Menschen zu treffen!
Vor allem auch deshalb, weil er Dir immer sagte wie schlecht doch alle anderen mit Dir umgehen! Er betonte ganz oft, dass sich Deine Mutter nur bei Dir meldete, wenn sie etwas von Dir möchte. Dass sie Dich nur ausnutzt, um ihren eigenen Vorteil daraus zu ziehen. So wie Deine Schwester sich nur bei Dir meldete, wenn sie sich mal wieder unglücklich verliebt oder getrennt hat. Aber am schlimmsten war Deine beste Freundin. Die sich überhaupt nur um sich selbst kümmert und Du ihr im Prinzip scheißegal bist. Sie andauernd neue Freunde hat und ihre alten Freunde abschießt sobald sie kein Interesse mehr an ihnen hat. Und Du deshalb sowieso auf ihrer Abschussliste stehst. Er war sogar an dem Punkt zu sagen, dass er es sich nicht mehr mit anschauen kann, wie Du eine feste und beständige Freundschaft mit ihr führen kannst! Und deshalb stellte er Dich sogar vor die Wahl. Er sagte Dir, dass Du Dich entscheiden musst. Denn solange Du mit dieser Frau befreundet bist, er keine gemeinsame Zukunft mit Dir sieht! 

Wieso solltest Du also noch Zeit mit all diesen Menschen verbringen, denen Du doch rein gar nichts bedeutest! Obwohl er der Einzige ist, der trotz allem noch mit Dir zusammen ist! Deshalb solltest Du all Deine Zeit und Kraft lieber in ihn investieren! Und Du hast angefangen das auch so zu sehen! Du hast angefangen all diese Aussagen zu glauben! Du hast angefangen Dein komplettes Umfeld auszusortieren, um mehr Zeit und Kraft für ihn aufbringen zu können! Weil er Dir das immer und immer wieder eingeredet hatte!

Und das hast Du mit enormer Sorgfalt getan! Du hast versucht nichts zu vergessen. Jede Aufgabe, die er Dir erteilt hat, in seiner vollsten Zufriedenheit auszuführen und an alles zu denken. Denn Du wolltest nicht, dass er am Abend ein riesiges Drama aufbaut und ihr Euch wieder bis aufs Letzte streitet, weil Du vergessen hast, den Geschirrspüler auszuräumen oder ihm sein Lieblingsshirt zu waschen. Alles in Allem nahm das sowieso zu viel Zeit in Anspruch, sich noch mit falschen Freunden oder einer undankbaren Familie zu beschäftigen!

Und warum hast Du das alles gemacht? Natürlich, weil er Dir sagte, dass er sich mit Dir eine Zukunft aufbauen möchte! Er wollte eine Grundlage schaffen, um für immer mit Dir zusammenleben zu können. Er wollte ein Kind mit Dir. Ein Haus mit großem Garten und einem Hund. Und diese Vorstellung hast Du unendlich schön gefunden. Du hast versucht jedem Streit aus dem Weg zu gehen, denn mit jedem Streit wurde diese Traumblase von einer gemeinsamen  Zukunft etwas blasser. Und je öfter Du Dich mit ihm gestritten hast, desto größer wurde die Angst, diese Zukunft zu verbauen. Und Du hast angefangen, Dich noch stärker zu bemühen mit diesem Mann eine Zukunft zu haben. Du hast noch mehr Dinge versucht zu tun, die er von Dir wollte! Und Du hast weniger darüber nachgedacht, was er eigentlich für Dich tut! Du Hast Dich aufgeopfert und Dein Leben völlig nach ihm ausgerichtet.

Letztendlich hat er diese Aufmerksamkeit genossen! Er fand es unbeschreiblich schön, im Rampenlicht Deines Lebens zu stehen. Der Schauspieler in Deinem Kopfkino zu sein und den Inhalt Deiner Träume zu bilden! Er fand es schön immer im Mittelpunkt zu stehen und bejubelt zu werden! Andere Menschen haben ihn doch auch so gesehen! Andere Menschen haben sich gern mit ihm unterhalten. Jeder wollte ihn auf seine Party einladen oder ihn immer irgendwo dabeihaben. Und Wieso sollte Dein Bild von diesem Mann ein anderes sein, als das was alle anderen von ihm hatten! Deshalb hast Du das nicht weiter hinterfragt!

Aber hat er Dir eigentlich jemals etwas zurückgegeben? Hat er Dir jemals ein Geschenk gemacht, von sich aus? Von Herzen? Und Dir somit das Gefühl gegeben etwas für Dich zu empfinden? Erinnere Dich bitte an das letzte gemeinsame Weihnachten, was ihr gemeinsam erlebt hattet. Kurz vor Weihnachten erzählte er Dir, dass er Deine „alten“ Tagesdecken auf dem Sofa nicht leiden kann. Und dass er sie gern wegwerfen will, oder den Hunden als Spieldecke auf den Boden legen möchte. Die Idee hattest Du sehr schnell wieder verworfen. Eben weil Du deine Sachen noch schön fandest und nicht aussortieren wolltest. Doch dann kam Weihnachten. Er schenkte Dir neue Tagesdecken, mit dem Kommentar, dass nun die „alten“ weggeworfen werden können. Also kamen selbst Geschenke von ihm nicht von Herzen, sondern waren zu seinem eigenen Vorteil. Und dadurch, dass er sie Dir zu Weihnachten schenkte, gab er Dir das Gefühl, Du müsstest Dich von Deinen Sachen trennen. Und so lief jedes seiner Geschenke ab. Im Endeffekt beschenkte er sich zu jeder Gelegenheit selbst. Und gab es Dir nur aus dem Vorwand heraus, es sei für Dich!

Überhaupt drehte er jede Situation so, dass sie für ihn Sinn ergab und ihm gut tut! Und Du hast das immer geglaubt und einfach nicht gemerkt!

Auch als er während der Beziehung auf Dating-Seiten angemeldet war, um sich eine Affäre zu suchen und Du ihn dabei ertappt hattest, hat er alles noch so gedreht, dass letztendlich er das Opfer ist und Du schuld an allem bist!  Weil Du ihn mit Deinem Verhalten dazu gedrängt hast und er gar nicht anders konnte als sich irgendwohin zu flüchten. Oder weil Du ihm nicht genügend Aufmerksamkeit gegeben hattest. Weil Du ihm nicht das Gefühl gabst, begehrenswert und attraktiv genug zu sein, musste er sich die Bestätigung zwangsläufig woanders holen.
Und im selben Moment dachtest Du Dir: „Mhhh… Das stimmt eigentlich! Es war meine Schuld!“  Du dachtest der Auslöser dafür, dass er fremdgeht liegt darin, dass Du ihm nicht gezeigt hast wie besonders er ist! Aber dass er Dich andauernd abgewiesen hat oder er in getrennten Betten schlafen und jeglichen Körperkontakt vermeiden wollte, hat er vergessen zu erwähnen! Dass er seine Freiheit haben musste, allein auf der Couch sitzen wollte und Du selbst in dieser Zeit nicht anwesend sein durftest, weil er seine Ruhe möchte und Du ihm in Deiner Abwesenheit gar nicht zeigen konntest, wie sehr Du ihn liebst und möchtest, hat er vergessen zu erwähnen.

Und so hat er es geschafft, Dich zu manipulieren und auch die Leute um Dich herum zu manipulieren. Es ging ihm nicht um Dich! Es ging ihm nie um Dich! Letztendlich ging es nur um ihn! Wann immer Du versucht hast, zu erwähnen oder zu hinterfragen, wo Du in der Beziehung bleibst, was mit Deinen Wünschen oder Vorstellungen ist und wann endlich DU an der Reihe bist, drehte er sekundenschnell alle Fakten so, dass er ganz elegant im Recht war. Und dass du eigentlich das Problem hattest und vielleicht sogar das Problem warst!  So lange, bis Du eigentlich gar nicht mehr unterscheiden konntest, was Realität und was gerade Lüge war. Und genau das konntest Du in dem Ganzen irgendwann nicht mehr unterscheiden.

Hattest Du in der gesamten Beziehung einmal das Gefühl, dass etwas passiert ist wofür er sich einfach entschuldigt hat? Dass er einfach einsah, dass er irgendetwas nicht richtig gemacht hatte? Sicherlich nicht! Denn von ihm kam nie eine Schuld! Auch wenn er sich in seltenen Fällen entschuldigte, dann sagt er das auch wirklich nur einmal! Ein kurzes „Es tut mir leid!“ und damit musste für Dich dann auch wieder alles gut sein!
Als er mit andern geschlafen hatte, was Dich unendlich verletzte, entschuldigte er sich ganz kurz dafür. Aber dann sollte es für Dich auch schon wieder okay sein! Du solltest die ganze Sache auch schon wieder vergessen und nicht immer wieder auf der Vergangenheit herumreiten! Er entschuldigte sich dafür, Sex mit anderen zu gehabt zu haben, aber da er es nun nicht mehr rückgängig machen kann, solltest Du aufhören ihn deshalb Vorwürfe zu machen oder das Thema nochmal anschneiden zu wollen! Sondern ein „Es tut mir leid“ sollte Dir ausreichen um das Thema endlich unter den Tisch zu kehren!

In der Anfangsphase 2016, die sich als das reinste Glück darstellte, und in der Du dachtest den absoluten Traum an Deiner Seite zu haben, befandest Du Dich ein einem Rauschzustand. Dieser Rausch stellte sich jedoch in den Jahren danach als eine Seifenblase heraus, die im Laufe der Zeit platzte. Mittlerweile weißt Du, dass Dein Leben in der Zeit aus Manipulation und emotionaler Erpressung bestand. Du wurdest von Deinem Umfeld isoliert, um nicht so schnell weglaufen zu können. Dein Umfeld wurde aussortiert oder manipuliert, um keine negativen Meinungen von anderen Menschen einholen zu können. Und wenn Du nicht das getan hast, was er von Dir wollte, dann musstest Du Dich Konfrontationen, Aggressionen und Liebesentzug durch Ignoranz und Missachtung aussetzen. Und deshalb hast Du all das über so viele Jahre hinweg mit Dir machen lassen! In dieser Konstellation ging es weniger um Beziehung aus Liebe, sondern viel mehr um eine Bedarfsgemeinschaft, in der Du genutzt wurdest, die Bedürfnisse eines anderen Menschen zu befriedigen. Du selbst durftest nichts empfinden oder beanspruchen!

Doch Du darfst Dir keine Vorwürfe machen! Du konntest all das nicht erkennen! Dein Gehirn wurde getäuscht und Du wusstest nicht, was wahr und was gelogen ist. Das konntest Du auch überhaupt nicht! Denn diese Manipulation fand von Anfang an statt! Du wurdest ganz bewusst in eine Co-Abhängigkeit getrieben, in der alles was Du sagtest und getan hast, gegen Dich verwendet wurde, um Dich klein zu halten. Du wusstest überhaupt nicht mehr, was die Wahrheit war und was nicht! Dir wurde immer vorgeworfen wie egoistisch Du bist, dass Du nicht gut genug bist oder selbst zu wenig tust! Dir wurde jedes Wort im Mund umgedreht und irgendwann hast Du Dich so hilflos und verlassen gefühlt wie noch nie in Deinem Leben. Dein Umfeld war nicht mehr so intensiv für Dich da und Du hast Deine eigene Identität völlig verloren! Du wusstest nicht mehr, was Deine Ziele oder Deine Wünsche sind und Du wusstest überhaupt nicht mehr wie es Dir geht! Weil es nicht darum ging, wie es Dir geht, sondern darum, dass es ihm gut geht! Und dadurch hast Du Dich völlig aus den Augen verloren. Du warst eine Marionette in einem sehr grausamen Spiel!

Und wenn man einer Marionette die Fäden abschneiden würde, dann fällt sie im ersten Moment in sich zusammen. Und genauso hast Du Dich im ersten Moment nach der Trennung gefühlt. Gelähmt, antriebslos und ohne jeglichen Halt!

Aber denke daran!  Du bist verantwortlich für Dich selbst und dafür, dass es Dir gut geht! Sei gut zu Dir selbst und halte Dir deinen eigenen Wert vor Augen! Das Leben ist nicht immer perfekt. Aber es sind diese Momente, die es erst lebenswert machen! Und genau das sollte man sich nicht von einem anderen Menschen kaputt machen lassen! Also gehe Deinen eigenen Weg, und tu das, was Dir gut tut!

Lebe Dein Leben! Unabhängig von anderen Menschen und höre in Dich hinein!

Eine Beziehung sollte das Leben nur ergänzen, nicht vervollständigen!



In Liebe,

Dein eigenes Ich

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