Initiative „Ki-Netz Hilbersdorf“ traf sich erneut zum Austausch

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Initiative „Ki-Netz Hilbersdorf“ traf sich erneut zum Austausch

Bereits im Februar 2018 lud Pfarrerin Dr. Magdalena Herbst interessierte Akteure und verschiedene Vertreter der Kinder- und Jugendarbeit zur gemeinsamen Diskussionsrunde ein. Im Mittelpunkt stand die Situation von Kindern und Jugendlichen der Stadtteile Hilbersdorf und Ebersdorf und dabei konnten bereits erste Ideen zu deren Verbesserung entwickelt werden. Am 18. September fand im Gemeindesaal der Trinitatisgemeinde Chemnitz das zweite Treffen unter Initiative von Dr. Herbst statt, bei dem die gesammelten Vorschläge konkretisiert und weitere wichtige Projekte vorgestellt und zusammengetragen werden sollten.

Chemnitz Hilbersdorf/Ebersdorf, Oktober 2018 – Die Situation in den beiden Stadtteilen scheint handlungsbedürftig zu sein. Ein großes Augenmerk wurde unter anderem auf den Bereich um den Bahnhof Hilbersdorf gelegt. Dort lässt sich vor allem für Kinder und Jugendliche eine sehr angespannte und bedrohliche Situation erkennen. Auch im restlichen Stadtteil steigt die Sorge um junge Einwohner. Umso wichtiger ist es allen Beteiligten der Initiative „Ki-Netz Hilbersdorf“, Kinder und Jugendliche von der Straße zu holen und mit nachhaltigen Projekten zu unterstützen, zu beschäftigen und zu fördern. Jedoch werden solche Angebote vor allem in den Stadtteilen Hilbersdorf und Ebersdorf in zu geringer Zahl angeboten.

Abhilfe will künftig die Techniker Krankenkasse (TKK) in Zusammenarbeit mit der Stadt Chemnitz und verschiedenen Sportvereinen schaffen. Derzeit laufen dazu Gespräche über ein Projekt, bei der städtische Turnhallen an Wochenenden geöffnet und dort die Möglichkeit für verschiedene Aktivitäten geboten werden sollen. Turnhallen in Hilbersdorf und Ebersdorf sind in den Verhandlungen ebenfalls enthalten und interessierte Sportvereine stehen zur eventuellen Realisierung im Frühjahr 2019 zur Verfügung.
Das Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V. stellt derzeit ebenfalls ein neues dreijähriges Projekt auf die Beine, das sich mit dem Aufbau von Jugendbeteiligungsstrukturen der gesamten Stadt Chemnitz befassen soll (siehe nebenstehender Artiekl). Dabei werden künftig auch stadtteilbezogen verschiedene Veranstaltungen von und für Jugendliche durchgeführt.
Auch der Verein Domizil e.V. plant einen Ausbau seiner mobilen Jugendarbeit auf die Stadtteile Hilbersdorf und Ebersdorf in den kommenden Jahren. Dazu will sich der Verein in den nächsten Wochen gezielt mit dem konkreten Bedarf in den besagten Stadtteilen befassen, um eine genaue Leistungsbeschreibung zu entwickeln. Mit dieser sollen bis 2020 Angebote der mobilen Jugendarbeit in den dortigen Stadtteilen durch die Stadt Chemnitz genehmigt werden können. Anregungen, Vorschläge oder Beobachtungen zum Bedarf nimmt der Verein dabei gern entgegen.

Durch die Vernetzung dieser und anderer Projekte und den gemeinsamen Austausch aller Beteiligten soll die Situation für Kinder und Jugendliche in Hilbersdorf nachhaltig verbessert werden.

„Es ist wichtig, eine Plattform zu schaffen, um näher zusammenzurücken für Kinder und Jugendliche! Unabhängig davon, ob Kirchengemeinde, Sportvereine oder sonstige Organisationen“

,so die Pfarrerin.

Bereits am 13. Februar 2019 soll das nächste Treffen stattfinden, um die Arbeit weiter voranzutreiben.

 

Steve Drewitz


Den originalen Artikel findest Du hier:
BISS Stadtteilmagazin (Archiv)
oder
BISS – Stadtteilmagazin Ausgabe 5/2018

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